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Im Interview mit Ernährungstrainerin Melanie von fitme-licious.at

melanie_fitme-licious-interviewHeute blicken wir in das benachbarte Österreich zu meiner charmanten Interviewpartnerin Melanie.

Melanie betreibt einen Blog rund um die Themen Sport, Ernährung und Mama-da-sein.

Genau um diese Themen geht es auch in diesem spannenden Interview.

11 Fragen – 11 Antworten, Vorhang auf:

1. Hallo Melanie. Vielen Dank, dass du dir Zeit für das Interview nimmst. Stelle dich doch bitte einmal meinen Lesern vor.

Hallo Fabian, erstmals vielen Dank, dass ich die Möglichkeit habe dir hier diese spannenden Fragen zu beantworten.

Meinen Namen kennst du ja schon: also ich bin mittlerweile 32 Jahre alt und letztes Jahr Mama einer kleinen Tochter geworden, die mein Leben komplett auf den Kopf gestellt hat und anders priorisiert hat.

Zuvor habe ich in einem Fitnessstudio als Nutrition- und Fitnessmanager gearbeitet und anderen erklärt, wie sie ihr Leben mit Sport und gesunder Ernährung in den Griff kriegen. Ich habe selbst viel Sport gemacht und mich an einen gesunden Lebensstil gehalten- was noch immer der Fall ist.

Nur- unter Berücksichtigung einer kleinen Tochter diese Lebensform zur richtigen Challenge geworden ist- und genau darüber schreibe ich und erzähle den Leuten: Wie man als Mama durchaus gesund leben kann 🙂

2. Du betreibst einen Blog zu den Themen Ernährung und Sport. Wie kam es dazu?

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Wer schon einmal schwanger war und einige Monat Stillzeit hinter sich gebracht hat, dem ist der Begriff Schwangerschafts- und Stilldemenz durchaus ein Begriff. Für manche Nicht- Insider klingt das lustig, aber das ist es nicht.

Man hat durch Schlafmangel und Zeitmangel sich selbst gegenüber, das Gefühl zu ver“dummen“.

Lange, komplizierte Sätze werden zur Challenge und man wird plötzlich nur noch mit vollen Windeln und primitiven Babybrei konfrontiert.

Daher habe ich den Blog www.fitme-licious.at gegründet, um meine faulen Gehirnzellen wieder zu aktivieren- und das macht wirklich Sinn, wenn man sich wieder mit Recherchen und Rechtschreibung auseinandersetzen muss- es hat mich bis dato davor bewahrt den Verstand zu verlieren, weil ich mich dadurch nicht selbst verloren habe.

3. Ich habe gelesen, dass du Dipl. Body-Vitaltrainerin und Dipl. Ernährungstrainerin bist. Was genau hat es damit auf sich?

Vor einigen Jahren habe ich mein Studium für Theater-, Film- und Medienwissenschaften an den Nagel gehängt, weil ich in meiner Freizeit lieber Ernährungsbücher gelesen habe und laufen gegangen bin.

Ich habe mein Hobby zum Beruf gemacht und auf einer Privatakademie den Fitness- und Ernährungscoach abgeschlossen.

Seitdem habe ich zig Menschen geholfen einen gesunden Lebensweg einzuschlagen durch Trainings- und Ernährungscoaching und darüber schreibe ich auch gerne.

Ich finde ein guter Fitness- und Nutritionblogger sollte auch Ahnung haben wovon er spricht und eine adäquate Ausbildung genossen haben.

Leider ist der Markt um Fitness- und Ernährungsexperten etwas abgewertet, weil jeder bloggen und Texte schreiben kann. Niemand braucht dazu eine Ausbildung, was eigentlich schade ist.

Man sollte sich daher die Qualifikationen der Blogger genau ansehen und dann entscheiden, ob man die Texte für bare Münze nehmen kann.

Anm. v. Fabian: berechne in nicht mal 30 Sekunden dein optimales 300 Kalorien-Speck-weg-Defizit und erhalte einen für dich optimierten Ernährungsplan (kostenlos als Sofort-Download):

Geschlecht

Alter
Grösse (cm)
Gewicht (kg)
Aktivitätslevel

4. Welche sind deine 3 Lieblingsbücher in den Kategorien Ernährung und Sport?

Die Grundausbildung zum Thema Ernährung und Sport habe ich jawie bereits erwähnt durch meine Ausbildung gewonnen, natürlich ist jede Form der Weiterbildung wichtig. Am liebsten beschäftige ich mich mit den Fragen:

Benötigt jeder Mensch die gleiche Ernährungs- und Trainingsform und was sollten wir "artgerecht" essen?

Hierzu kann man Antworten finden in folgenden Büchern:

  1. "Wir fressen uns zu Tode" von Galina Sergejewna Schatalowa
  2. "Kursbuch gesunde Ernährung" von Ingeborg Münzing-Ruef (ein Standardwerk zum Nachschlagen)
  3. "Die Leber wächst mit Ihren Aufgaben" von Dr. Eckart von Hirschhausen

5. Als junge Mutti bist du sicherlich den Tag über ganz schön eingespannt. Wie schaffst du es, dass Mama-da-sein, Sport und eine gesunde Küche, unter einen Hut zu bekommen?

Ich könnte diese Frage noch zusätzlich mit meinem parallel laufenden Uni- Abschluss erweitern 🙂

Tatsächlich habe ich die warmen Sommerabende damit verbracht meinen Bachelor in Theater-, Film- und Medienwissenschaften abzuschließen, während andere auf ihrem Balkon die herrliche Abendluft genossen haben oder mit Freunden unterwegs waren.

melanie_fitme-licious-2Fabian, ich bin ehrlich: meine Tochter geht täglich erst um 21:30 ins Bett und schlief bis vor kurzen nur eine halbe Stunde unter Tags. Ich war die letzten Wochen chronisch dauermüde, weil ich vor Mitternacht kaum ins Bett kam.

Ich habe zwar unter Tags Sport gemacht, aber kaum Leistung erbracht und den erwünschten Halbmarathon am 2.9. nicht unter 2 Stunden geschafft, wie vorgenommen, weil das Training einfach nicht ausreichend effektiv war.

Das Geheimnis in so außergewöhnlichen Situationen ist, wie kann ich meine Tochter mit Sport und gesunder Ernährung fusionieren? Ich gehe daher 1-2x wöchentlich mit dem Babyjogger laufen. Prinzessin muss auch essen, ich esse was sie isst und umgekehrt.

Wenn Madame quengelt beim kochen, setze ich sie im Hochstuhl daneben hin und beschäftige sie mit Löffeln und Becher, bis ich mit dem Schälen von Gemüse fertig bin.

Dazu verwende ich entweder gefrorenen Fisch, Fleisch und fast IMMER Vollkornnudeln oder Reis. Ob ich nun ein Packerl mache oder es selbst koche obliegt kaum einen zeitlichen Unterschied.

Meine Rezepte gehen genauso schnell!

6. Sport auf nüchternen Magen: ja oder nein? Wie denkst du darüber?

Kommt auf das Ziel an – eine Standartantwort von mir 🙂

Willst du akut körperliche Leistung erbringen- NEIN. Willst du langfristig ausdauernder werden- JA!

7. Deine TOP 10 Lebensmittel für eine gesunde Küche?

Superfrage!

Darüber wollte ich schon mal einen Artikel verfassen. Ich bin ein Fan der einfachen und günstigen Küchen aus biologischer und regionaler Herkunft. Veganer und Vegetarier, Kuhmilchfeinde werden bei mir eher auf Granit beißen. Ich habe sowohl keine exotischen Chiasamen oder ominöse Pflanzenmilch daheim.

  1. Müsli mit 50% Früchten- so beziehe ich zum Frühstück die Carbs aus Obst und Getreide (selbstverständlich ohne Zuckerzusatz)
  2. Bratöl
  3. Knoblauch- eine tolle Knolle, die nahezu überall dazu passt und jedes Gericht zum besonderen Menü macht!
  4. Käse! In Scheiben auf Brot oder gerieben zum Überbacken im Rohr- mit Käse kann man alles machen!
  5. Dinkelbrot- in Scheiben eingefroren, dadurch schimmelt mein Brot nie 🙂
  6. Eiweißbrot– falls ich abends Brot essen möchte und gerade Lust auf Low Carb habe
  7. Bananen, leider nicht regional beziehbar, dennoch das einzige Obst, das meine Tochter pur isst
  8. Eier– Omlette geht immer!
  9. Milch (wenig), aber ohne geht nun mal der Kaffee nicht!
  10. Mineralwasser- ich bin ein Trinkmuffel, aber mit prickelnden Wasser geht’s leichter 🙂

8. Dein Lieblings-Fitness-Rezept in unter 15 Minuten?

Pasta: Vollkornnudeln, Zucchini anbraten mit Knoblauch und Zwiebel, Schafkäse darüber und frischer Salbei 🙂

9. Stichwort Rückschläge: Menschen die sich ein Ziel gesteckt haben dieses jedoch verfehlen, lassen sich oftmals von diesem Rückschlag runterziehen. Wie geht man mit Rückschlägen richtig um?

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Die Sportler, die ich bisher kennenlernen durfte, lassen sich von gar nichts runterziehen- womöglich liegt es auch daran, dass mein Umfeld aus vielen erfahrenen Sportlern besteht, die sich realistische Ziele setzen.

Da würde ich aber auch ansetzen- welches Ziel ist realistisch!?

Von 0 auf 42 km in einem Jahr ist unrealistisch und ungesund.

Nicht nur der Körper muss sich an Belastung gewöhnen, sondern auch das Mindsetting im Gehirn benötigt Zeit.

Nicht jeder kann mit Schmerz (Brennen der Muskeln, erhöhter Puls) anfangs super umgehen- das braucht Zeit. Ich würde von 0 auf 5 km in 3 Monaten anfangen, dann können sich der Körper und Kopf anpassen!

10. Deine besten Motivationstipps?

Stelle dir diese Fragen:

  • Was war bisher das Größte, das du bisher erreicht hast?
  • Wo wärst du heute, wenn du nicht manchmal mutig gewesen wärst?
  • Realistische Ziele setzen:

Wo möchtest du in 1 Jahr sein?

Wer kann dir dabei helfen?

Was musst du dafür tun?

  • Setze dich mit Leuten auseinander, die dich weiterbringen
  • In einem Sportverein anmelden und Gleichgesinnte kennenlernen

11. Vielen Dank für deine Zeit. Nun erzähle doch meinen Lesern mehr über deinen Blog. Auf was können sich meine Leser bei dir freuen?

Mein Blog www.fitme-licious.at soll den Lesern einen Mehrwert bieten und kein Tagebuch meines Mama- Alltags präsentieren oder meiner Body- Transformations, davon gibt es bereits zu viele Blogs!

Ich habe meinen Blog wie ein Magazin aufgebaut, neben hübschen Fotos auf meiner Social Media Kanäle versuche ich Inputs zum Thema Ernährungs- und Trainingswissen zu liefern und aber auch einen kleinen Einblick aus meinem Leben zu bieten, wie ich versuche alles zu integrieren.

Ich denke, ich biete viel Motivation und Wissen, wie man mit Leichtigkeit einen gesunden Lebensstil in ein alltägliches Leben integrieren kann- nicht nur für Mamis, sondern für Jedermann!

Ich freue mich über jeden, der auf meiner Seite vorbeischaut!


Vielen Dank Melanie für das tolle Interview und die hilfreichen Antworten!

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